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Mittwoch, 28. Januar 2015

Aktuelles! Pause! Youtube!

Aktuelles!

Hallo Freunde - momentan ist es hier ziemlich ruhig um mich geworden was vor allem terminliche und persönliche Gründe hat.
Und um ehrlich zu sein entwickelt sich mein Youtube-Format momentan sehr gut, und da dieser Blog ohnehin zu beginn meiner Australienreise im Mai pausieren wird habe ich mich ganz aktuell dazu entschieden hier und jetzt diese Pause anzustoßen. Dazu kommt noch das ich mich wohl ein wenig mit 2 Blogs und dem Youtube-Channel etwas übernommen hätte. 

Dieselben Themen die auch hier besprochen wurden finden auch weiterhin - bis zur Reise - ihren Platz auf dem Youtube-Channel von MyBrainGlows, nur das die News momentan nur noch einmal die Woche parallel zu dem Reisevlogs von MyBrainTravels scheinen.

Ich hoffe ich habe das relativ verständlich und ehrlich rübergebracht und würde mich freuen euch auf meinem neuen Channel begrüßen zu dürfen.

Also Leute, auch ohne mich, informiert euch! Hart! Über alles! Immer! 

Euer Flo

Youtube-Channel: MyBrainGlows auf Youtube!

Mittwoch, 7. Januar 2015

Die Dampfwalze des Freihandelsabkommens! und Die Grünen und die FDP im Überblick!



Vorwort und WTF ist da schon wieder los?

Hallo Freunde, über den islamistisch motivierten Anschlag in Paris mit 12 Toten werde ich Donnerstag oder Freitag ausführlicher berichte wenn es mehr Anhaltspunkte gibt. Freuen wir uns aber schon mal auf eine neue Debatte über islamische Einwanderer und neue Plakate bei den Pegida-Demonstrationen. Inzwischen wurde immerhin das Auto der vermutlich drei Attentäter entdeckt.
Heute geht es erst einmal um Deutschland und die Politik – ja, nicht gleich abschalten hier!


Neues von TTIP. Schwarzwälder Schinken aus Kentucky?


Das dass geplante Freihandelsabkommen mit den USA für Europa und Deutschland eher ein Rückschritt sein könnte ist nichts neues. Darüber habe ich ja bereits in einem älteren Beitrag berichtet. Doch neben dem eventuellem aufweichen der Arbeitsrechte und der Lebensmittelgesetze kommt jetzt noch ein Punkt ins Spiel der es tatsächlich mal durch die geschlossenen Türen der Verhandlungen geschafft hat.

Es geht um die Siegel der regionalen Produkte, also Lebensmitteln die in einer bestimmten Region hergestellt werden und deswegen auch nur die typische Bezeichnung benutzen dürfen. Darunter fallen etwa Düsseldorfer Senf, Kölsch, das britische Cornish Pasty oder der französische Champagner. Die Delegierten der USA sehen es offenbar als Handelshemmnis an wenn andere Unternehmen daran gehindert werden ihre Produkte so zu bezeichnen wie die regionalen Produkte, obwohl sie eventuell ein paar tausend Kilometer hergestellt werden. Klar, der Wert dieser Markennamen ist immens – auch außerhalb Europas.

Aus irgendeinem Grund scheint die europäische Kommission der Meinung zu sein das man den USA da entgegenkommen müsste.

Von den mehr als 1.000 registrierten regionalen Spezialitäten die in den jeweiligen Regionen für viele Arbeitsplätze sorgen, sollen nur 79 auf der Liste bleiben. Somit könnten alle Hersteller in Europa und Nordamerika damit beginnen den Markennamen zu nutzen. Da viele der Spezialitäten in relativ kleinen Betrieben hergestellt werden sind die Preise entsprechend hoch. Wenn ein großer Produzent – nehmen wir einfach mal das Nestle als dankbares Negativbeispiel – das Produkt jetzt millionenfach mit demselben Namen vermarkten kann ohne das es in der Region hergestellt wird dann ist es mehr als möglich das die kleinen Unternehmen dicht machen müssen. 

Der Verbraucher achtet meist immer noch auf den Preis und nicht auf den Hersteller, den Ort oder die Qualität. Können Familienunternehmen etwas dagegen tun? Nein, nur die größten Konzerne sind zu den Verhandlungen zugelassen. Das dementsprechend viele Jobs in den Regionen wegfallen könnten scheint auch eher nicht von Interesse zu sein – aber das sichern der Arbeitsplätze war bei den Verhandlungen auch nie die Hauptsache, auch wenn gerne 2 Millionen zusätzliche Arbeitsplätze als Beispiel für die positiven Effekte genannt werden – wie viele Jobs durch die zu erwartende Flut billiger Lebensmittel und Konsumartikel hierzulande aber wegfallen werden scheint niemand zu bedenken.

Wo wir gerade bei billig sind: Das Problem mit der Kennzeichnung von genetisch veränderten Lebensmittel besteht wie bisher – das wollen die US-Unterhändler nämlich nicht.

Um Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt etwas entgegen zu kommen haben die Unterhändler einen Vorschlag gemacht: Alle Europäer können doch ein Smartphone mit zum einkaufen nehmen um über den Strichcode der Ware zu erfahren ob das Produkt genetisch modifiziert wurde und welche Zusatzstoffe und fette es enthält. KEIN SCHERZ!

Das übliche US-denken der alten Eliten. Die Regierung tut am besten gar nichts und erwartet das sich die Menschen selber um alles kümmern. Das dass dank niedriger Bildung und Naivität hier und dort nicht sonderlich gut funktioniert sieht man an den Statistiken zu Übergewicht und Mangelernährung.

Was sagt ihr dazu? Ist es in einer vernetzten Welt unumgänglich das auch Regionale Produkte vereinheitlicht werden oder sind diese eigentlich Teil der Kultur eines Landes die schützenswert sind?


Ich sehe das ganze als großes Problem an, da die ohnehin schon übermächtigen Großkonzerne durch die Verhandlungen an TTIP in der Lage wären ihre mittelständischen Konkurrenten auszuschalten. Da die CDU das Abkommen unterstützt ist das ein weiterer Schritt im Plan die Mittelschicht zu schwächen.



Grünes Programm: Mehr Wirtschaft!?



Die Grünen haben nach dem miserablen Wahlkampf vor 2 Jahren anscheinend dazu gelernt und beschäftigen sich jetzt nicht mehr mit dem was die Menschen falsch machen sondern damit, wie man Jobs und Wachstum durch ökologischere Wirtschaftspolitik erreichen könnte. Das klingt im ersten Moment abstrakt, aber ist im Wahlkampf und auch Plakaten sicher gut anwendbar. Nach dem eher verhaltenden Erfolg der Einmischung in die Themen Steuerpolitik und Auslandseinsätze will sich die Partei wieder auf ihre Grundwerte besinnen ohne die Bodenhaftung zu verlieren und wieder in die Rolle der Bio-Tanten zu rutschen.

. "Das Schöne ist, dass es durch das, was man heutzutage als Industrie 4.0 oder Digitalisierung bezeichnet, Schnittmengen und Gemeinsamkeiten mit den Interessen der Wirtschaft einerseits und andererseits mit den Interessen der Ökologie gibt", sagt Özdemir. "Weil man eben mit Industrie 4.0 und mit Digitalisierung einen deutlich reduzierten Bedarf an Rohstoffen braucht."

Und da hat der Mann verdammt recht. Ebenso werden gutes Essen, gesunde Umwelt, die globale Verantwortung beim Thema Landwirtschaft Themen der nächsten Wahlperiode sein. Wer sich in Schulen für gesünderes Essen einsetzt kann sich der Stimmen von einigen nicht ganz so dummen Eltern sicher sein. Besseres (oder überhaupt) Essen - bessere Leistung - bessere Zensuren - bessere Zukunft. Eine einfache Lösung die auch wirklich genau so einfach sein könnte, hätten die CDU und die SPD in den letzten 25 Jahren nicht alles verpennt was mit moderner Schulbildung zu tun hat – wobei ich mir bei der CDU noch immer nicht sicher bin ob das nicht Absicht war... Meine Meinung.

Was die Grünen aber für viele die nicht Links oder Halbrechts wählen möchten interessant macht ist der Kampf gegen TTIP! Im Moment würde ich fast jeden unterstützen der gegen dieses Abkommen ist so lange sich dort keine verkappten Linke oder Rechte verstecken – und da bleibt als große Partei nur „Die Grünen“ übrig und daraus mache ich auch keinen Hehl. Die Piraten haben sich ja selbst ins Abseits geschossen, das kommt davon wenn man geltungsbedürftigen, jungen Studierten das Feld überlässt.


FDP! Wer? Neue Farbe, neue Wirkung?


Hat eigentlich irgend jemand mal wieder was von der FDP gehört seit sie sich für das Versprechen von Macht zum Sündenbock der CDU-Politik hat machen lassen? Also hier mal ein paar Fakten: Der Parteivorsitzende heißt Christian Lindner, die Parteifarbe ist jetzt Magenta (was auch immer das sein soll) und der Untertitel lautet nicht mehr „Die Liberalen“ sondern „Freie Demokraten“. Die FDP hat sich das Thema „Bildung“ auf die Fahnen geschrieben. Deutschland müsse ein Land der Chancen sein. Bemerkenswert wie eine neue Hintergrundfarbe den Fokus von Unternehmen auf Menschen legen kann.


Das wars auch schon. Nein, ich hatte nicht vor sämtliche Parteien zu beschreiben, war nie der Plan. Über die AfD, CDU und SPD habe ich früher schon ausführlich geschrieben, das sollte eigentlich reichen. Scrollt einfach ein bisschen nach unten!

Das wars! Informiert euch! Hart!

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Sonntag, 4. Januar 2015

Deutschland und die EU, die Schulden, die Zukunft, die Fehler - ein kurzer Überblick



Einen sonnigen Sonntag meine Freunde! 


Das Jahr ist schon 4 Tage alt und noch gibt es keine neuen Konflikte und Kriege bis auf die, die wir 2014 schon nicht beenden konnten. Schauen wir uns einmal um. Okay, da haben wir doch etwas. Die EU! Oh man, bei vielen stauen sich bereits Aggressionen auf nur weil sie den Namen hören. Warum eigentlich? Wie wäre es einmal mit einer kleinen Rückschau auf vergangene Ereignisse der Finanzkrise und wie die EU hilft unseren Wohlstand zu sichern? Liebe AfD-Wähler, ich weiß es ist hart, aber leider, leider ist das die Wahrheit.


Vorwort und Zeug


Am 25. Januar wählt das gebeutelte Griechenland eine neue Regierung. Ganz vorne dabei ist das Linksbündnis von Alexis Tsipras, der den Sparkurs stoppen und die Aufnahme und Rückzahlung von Schulden beenden will.
Die deutsche Bundesregierung hat durch die alptraumhafte Gefahr eines linksorientierten Griechenlands schon einmal im voraus erklärt das die EU auch ohne Griechenland funktionieren würde – gemeinhin nennt man das wohl Nötigung und Erpressung. Aber ich will heute mal nicht über Kanzlerin Merkel und die Stillstandpolitik der CDU/CSU herziehen – das habe ich in früheren Einträgen schon getan. Wir versuchen uns heute einmal der EU und deren Politik zum Schutze des Euro zu widmen.

Vorweg sei gesagt das ich die EU extrem wichtig für die Wirtschaft, Arbeitsplätze und die Umwelt halte, denn ohne eine gemeinsame Linie könnten auch Länder wie Frankreich oder Deutschland nicht mehr auf dem globalisierten Weltmarkt bestehen – jedenfalls nicht wenn wir unseren Wohlstand erhalten wollen.

Und natürlich ist die EU zeitweise sehr chaotisch und uneins. Jeder gibt jedem die Schuld und alle wollen ihre Meinung durchsetzen. Kommt mir bekannt vor. Wenn ich mir die Diskussionen zum Länderhaushalt bei uns anschaue ist das derselbe Kindergarten.


Was bringt die EU und warum sollten wir anderen Staaten helfen?


So erfolgreich die EU in der Wirtschaft ist, so chaotisch handelt sie bei Krisen. Das Problem dabei ist das die Gemeinschaft genau an diesen gemessen wird und das viele Menschen nicht verstehen warum man Ländern wie Griechenland, Portugal, Italien oder Spanien unter die Arme greifen muss um unser Wirtschaftssystem am laufen zu halten. 

Wir sind eine rohstoffarme Nation die auf den Aussenhandel und Dienstleistungen angewiesen ist. 73,5% aller Arbeitnehmer sind im Dienstleistungsbereich tätig. 2012 war Deutschland der drittgrößte Exporteur der Welt. Warum wir das werden konnten ist schnell erklärt. 

Durch die offenen Grenzen in der EU wurde unsere Wirtschaftsleistung extrem gestärkt. Ohne Zölle und hohen bürokratischen Aufwand konnten zum Beispiel in der Zeit nach der Wiedervereinigung 2 Millionen Jobs geschaffen werden die direkt oder indirekt an den Handel nach Osteuropa gebunden sind. In der EU werden über 60% unserer Exporte gehandelt – und wenn es einigen Staaten schlechter geht sinkt auch die Wirtschaftsleistung in der Bundesrepublik. 

Ohne die Zahlungen an bankrotte Staaten hätten wir vielleicht Geld gespart, aber gleichzeitig auch hunderttausende Jobs gefährdet. 

Soviel dann zu den EU-Kritikern und ihren billigen Plakaten mit Aufschriften wie „Weniger Geld für Griechenland, mehr Geld für Rentner/Kinder/Enten etc...“ 

Wenn unsere Wirtschaft nicht stabil ist gehen noch mehr Gelder flöten die für Rentner, Kinder und Enten gedacht waren. Denn das sind die Positionen in denen zu erst gespart wird wenn es abwärts geht: Pflege, Bildung und Ententeiche. Denn das sind Einsparungen die sich erst langfristig bemerkbar machen. Und was dabei raus kommt wenn man an der Bildung spart sieht man ja bereits jetzt wenn Chantal mit ihren vier Kindern vor dem Amt rumsteht.


Das Problem der Rettungsschirme


Durch die Bankenkrise wurde schnell klar das die EU nicht auf solche Probleme eingestellt war. Mit einem eilig aufgespannten Rettungsschirm soll nun Ländern geholfen werden die in die Insolvenz schlittern. Das Programm soll nicht nur den Wirtschaftsraum Europa erhalten sondern auch dafür sorgen das die Einheitswährung Euro stabil bleibt um auf den Kapitalmärkten aktiv bleiben zu können.

Das Problem eines Rettungsschirms sind zum einen die, bei Auszahlung von Geldern, verlangten Einsparungen, die vor allem die Bevölkerung betreffen und daher für Unmut sorgen während die Verteilung der neuen Gelder für viele unübersichtlich und nicht nachvollziehbar bleibt. Das führte vor allem in Griechenland zu gewalttätigen Protesten und auch hierzulande waren die meisten eher wenig begeistert von den Krediten. 2/3 der Deutschen haben durchaus Verständnis für die Proteste der Griechen gegen den Sparkurs. Immerhin wissen wir nur zu gut wo überall Geld verpulvert wird während Schulen und Brücken langsam Schimmel ansetzen.

Außerdem werden durch die erzwungenen Sparmaßnahmen nur die Symptome bekämpft um weitere Gelder zu erhalten, die Ursachen sind dieselben wie zuvor und sorgen höchstens für einen weiteren Aufschub bis zur nächsten Krise. Das ist wie bei uns: Selbst wenn die Unternehmen auf der Suche nach neuen Mitarbeitern viele Sonderleistungen anbieten, wenn die Regierung kein Geld in die Bildung investiert finden sich trotzdem keine geeigneten Leute.


Aktuelles und Vergangenes


Ja, es ist wahr. Deutschland und Luxemburg sind die einzigen EU-Staaten die einen Haushaltsüberschuss erwirtschaften werden. Bis 2016 werden wir unsere Schulden von 74,5% des BIP auf 69,6% des BIP verringern. Dafür bekommen wir es nicht auf die Reihe der Bildung und der Infrastruktur die Aufmerksamkeit zu schenken die sie eigentlich verdienen. Das wird für die Mittelschicht Deutschlands noch ein böses Erwachen geben, denn das sind unsere wirklichen Hauptprobleme. 

Ohne Bildung keine funktionierende Wirtschaft, keine Ideen und zu viele Leute die nicht in der Lage sind selber zu denken – immerhin hat RTL dann keine Probleme neue Zuschauer zu finden. Das ist ein weit größere Risikofaktor als irgendeine Wirtschaftskrise und das wird auch die Ursache für einen langsamen Abschwung sein – nicht die EU.

Bei der derzeitigen Lage der Weltwirtschaft werden sich die meisten EU-Staaten bis 2016 mehr oder weniger von der Krise erholt haben und ihr Defizit halbieren, was auch bei uns für mehr Arbeitsplätze und Exporte sorgen wird. Das EU-Land mit den niedrigsten Schulden ist Estland. Die meisten Schulden hat weiterhin Griechenland das bis 2016 wahrscheinlich aber ein Haushaltsplus einfahren wird – wie bei uns auf Kosten der nächsten Generation.

Unlängst haben die führenden Wirtschaftsökonomen erneut den Euro als Währung kritisiert da er innerhalb der EU zu einem Ungleichgewicht führe. Das sehe ich ähnlich. Eine Einheitswährung kann nur wirklich einheitlich sein wenn alle beteiligten Staaten wenigstens halbwegs auf einer Stufe stehe würden. Sowohl finanziell und wirtschaftlich, als auch sozial. 

Die aggressive Expansionspolitik der EU nach Osten, die inzwischen in der Ukraine-Krise eskalierte, hat dafür gesorgt das neue Staaten aufgenommen wurden die zwar halbwegs gute Zahlen liefern, aber in keinster weise mit dem Wirtschafts- und Sozialsystemen des „alten Europa“ mithalten können. 




Die Einheitswährung kam, wie die Wiedervereinigung, eigentlich zu früh. Gerade einmal 12 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges.
In diesem kurzen Zeitraum konnten sich die desolaten Zustände im ehemaligen Ostblock nicht einmal ansatzweise an den Westen anpassen. Eine langsame Eingliederung wäre für alle Beteiligten sinnvoller gewesen, aber eine gewisse CDU Regierung unter Helmut Kohl wollte sich ja noch ein Denkmal setzen und hat damit sowohl die Wiedervereinigung viel zu schnell vorangetrieben als auch den Euro ermöglicht. Das erinnert mich gerade frappierend an die Schwarze Null die unter allen Umständen durchgedrückt werden soll. Die Probleme die durch so eine radikalen Vorgehensweise entstehen überlässt man lieber den Menschen in 20 Jahren – willkommen im heute.

Die EU ist eine sichere, wenn auch oft nervige, Gemeinschaft die unseren Wohlstand sichert. Das sind Tatsachen. Ohne die EU hätte es nie in Wirtschaftswunder gegeben und ohne die EU hätten die anderen Staaten auch nicht von unserer Wirtschaftsleistung profitiert. Für alle die der Meinung sind das wir die EU eigentlich gar nicht brauchen habe ich eigentlich nicht mehr als ein mildes lächeln übrig. Natürlich kommen auch Kriminelle nach Deutschland und natürlich versuchen einige sich hier durch zu schnorren da die sozialen Systeme in den neuen Mitgliedsländern noch nicht auf westlichem Niveau sind. Natürlich fühlt man sich ungeschützter wenn alle Grenzen und Mauern offen sind, das liegt in der menschlichen Natur - aber auch daran werden wir uns gewöhnen so wie wir uns daran gewöhnt haben nicht mehr in Höhlen zu leben. Eine offene Gemeinschaft war immer die Grundlage von etwas neuem, geschlossene Gesellschaften gehen eher früher als später unter, das war schon in der Antike so. Wirtschaftlicher Erfolg und Wohlstand konnten sich immer nur vergrößern wenn man mit den Nachbarn gut auskommt und auch neue Menschen willkommen heißt. Das sind geschichtliche Tatsachen und das wird sich auch in einer globalisierten Welt nicht ändern.

Was sagt ihr zur EU? Lösung oder Problem?

Informiert euch! Hart!

Links
Europa ohne Griechenland?
Eurokrise Wiki
Verschuldung EU-Staaten

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Sonntag, 21. Dezember 2014

ALLES IST GUT! Warum wir die Welt nicht so sehen wie sie ist!











Hallo Freunde und willkommen zu der letzten Ausgabe Flash-News in diesem Jahr. Nächstes 
Jahr kommt eine ganze Menge neues auf uns zu. Unter anderem sind endlich erste Videos auf meinem Youtube Channel geplant und ein neuer Reise-Blog wird seinen Weg ins Internet finden da ich nächstes Jahr für einige Zeit ins Ausland gehen werde.

Wie genau es mit diesem Blog weitergeht kann ich momentan noch nicht sagen, außer das er meine Erwartungen völlig übertroffen hat was die Klickzahlen angeht. Also danke dafür an euch! Das sämtliche Kommentare letztens verschwunden sind tut mir immer noch leid, aber Rückschläge muss man wegstecken.

Merkt euch schon mal meinen Kanal „MyBrainGlows“ auf Youtube vor, dort werden dann auch hoffentlich regelmäßig Videos meiner Reisen zu sehen sein.

Außerdem habe ich mir überlegt das es vielleicht schöner wäre die gemeine Welt da draußen einmal auszublenden und die heutigen Flash-News nur mit guten Nachrichten zu füllen und herauszufinden, warum wir alles immer eher negativ sehen.


Wie wir die Welt sehen!


Ja, wir denken die Welt ist schlecht. Überall schlechte Nachrichten. Aber wie kommt das und haben wir überhaupt einen Grund dazu unsere Heimat so zu betrachten?

Ein erste Indikator ist die so genannte Gute Alte Zeit, die es aber irgendwie nie gegeben hat. Nein, früher war nicht alles besser. Auch unsere Zeit wird einmal die Gute Alte Zeit sein, dafür sorgt alleine schon unser Gehirn, das vergangene Ereignisse verblassen und weniger schlimm erscheinen lässt. Wollen wir einmal vergleichen um wie vieles besser die heutige Zeit ist?

Wir leben länger und sind gesünder als vor 40 Jahren, wir können unsere Bildung aus unzähligen Quellen beziehen und wir leben seit Jahrzehnten friedlichen mit unseren Nachbar in Europa zusammen. Das ist historisch einmalig und ein wichtiger Verdienst unserer heutigen Zeit!

Aber das gilt nicht nur für die maulenden Deutschen. Auch in den Entwicklungsländern hat sich mehr getan als man in Anbetracht der ganzen Spendenwerbung glauben möchte.

Die Kindersterblichkeit hat sich halbiert. Der Anteil derer, die Zugang zu Bildung, Gesundheit und fließend Wasser haben, ist immens gestiegen. Seit den siebziger Jahren hat sich die Nahrungsmittelproduktion in den Entwicklungsländern verdreifacht. Laut dem jüngsten Global Burden of Disease-Report verliert die Menschheit mittlerweile mehr Lebensjahre durch Übergewicht als durch Unterernährung, die Zahl der Hungernden ist um 200 Millionen gesunken. Niemand hatte solch positive Entwicklungen in den 80er n vorhergesehen.

Wieso sehen wir die Welt dann trotzdem so wie wir sie sehen? Weil die großen Schatten der Zukunft über uns liegen. Allen voran der Klimawandel und die Umweltverschmutzung. 

Was wir uns aber hierzulande immer wieder sagen sollten ist das die Flüsse so sauber sind wie seit 40 Jahren nicht mehr, dem Deutschen Wald geht es immer besser, die Wiederaufforstung ist ein voller Erfolg – und man kann das alles selbst erleben da es dutzende gut ausgebauter Wanderwege gibt um sich selbst davon zu überzeugen das es aufwärts geht mit unserem Verhalten gegenüber der Natur.

Der amerikanische Ernährungspsychologe Paul Rozin geht davon aus, das sich in unserer Entwicklung eher jene Individuen durchgesetzt haben die eher das schlimmste erwarten und die Gefahren sehen, die zum Beispiel beim Verzehr einer Pflanze oder der Jagd nach einem bestimmten Tier auftreten könnten – also konnte unsere düstere Sicht auf unsere Umgebung ein Schutzreflex sein. 

Da sich unsere Umgebung durch die Medien und das Internet inzwischen über den ganzen Erdball erstreckt sehen wir natürlich auch alle anderen Geschehnisse und ordnen sie eher in der „könnte schlecht sein“ Ecke ein, während wir die Guten Nachrichten aus Sicherheit schnell verdrängen denn es wäre ja „zu schön um wahr zu sein“.

Wir haben uns so weit von den vergangenen Problemen entfernt das wir gar nicht verstehen was wir für ein Glück haben, und wie es den Menschen auf der Welt langsam aber sicher immer besser geht. Die Nachrichten sollten auch über den kleinen Fortschritte berichten und wir sollten uns darüber informieren, das ist der Grundstein für eine optimistischere Sicht der Dinge. 

Einzelpersonen die Dinge zum guten wenden gibt es genug heutzutage, und durch das allumfassende Internet bekommen diese Menschen auch immer mehr Aufmerksamkeit – wir müssen uns nur auf die Suche nach ihnen machen und ihnen dabei helfen. 

Wir dürfen unser Glück nicht in den Händen von Politikern und Managern lassen die uns sagen wie wir glücklich werden und was wir zu kaufen haben um glücklich zu sein. Glück hat zuerst einmal nichts mit Wohlstand zu tun - Glück kann auch Genügsamkeit sein. Je mehr wir haben von dem wir denken das wir es brauchen, desto mehr müssen wir dafür arbeiten um es zu erhalten. Ob das glücklich macht liegt an jedem selbst.  


Und um das ganze abzurunden gibt es hier die ersten Zeilen aus Charles Dickens „A tale of two cities“. 


„It was the best of times, it was the worst of times, it was the age of wisdom, it was the age of foolishness, it was the epoch of belief, it was the epoch of incredulity, it was the season of Light, it was the season of Darkness, it was the spring of hope, it was the winter of despair, we had everything before us, we had nothing before us, we were all going direct to Heaven, we were all going direct the other way. . . . „



Frohe Weihnachten und ein spannendes und glückliches Jahr 2015!

Euer Flo


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Donnerstag, 18. Dezember 2014

Die Große Koalition hat fertig, was nun? Dazu: Ebola aktuell, Bundeswehr bildet Kurden aus







Vorwort und Stuff


Moin liebe Freunde, ja ich habe gemerkt das ich mich in letzter Zeit nur mit sehr wenigen Themen beschäftigt habe und vor allem mit solchen die gerade ohnehin ständig in der Presse präsent sind. Ich werde das etwas herunterfahren um bei anderen aktuellen, aber kaum noch beachteten Themen meinen Senf dazu geben zu können. 


Ebola – Ja, es geht noch weiter


Die Ebola-Epidemie breitet sich weiter aus. In Liberia, Guinea und Sierra Leone haben sich die Umstände ein wenig gebessert, aber insgesamt kann man vor allem eines sagen: Die Internationale Gemeinschaft, allen voran der Westen, haben zu spät reagiert und zu wenig getan. Mit stand vom 10. Dezember sind 6187 Menschen an der Epidemie gestorben, 17.500 weitere sind infiziert. Das ist weniger als prognostiziert, aber der Virus breitet sich noch immer schneller aus als er bekämpft werden kann. Die Ärzte und Helfer haben es schwer Ansteckungen vorzubeugen und jagen dem Virus eigentlich immer nur hinterher.

Inzwischen sind aber geschätzte 70% der Infizierten in Behandlung und 70% aller Toten können so beerdigt werden das keine Ansteckungsgefahr mehr von ihnen ausgeht.

Die Suche nach einem Impfstoff geht dagegen gut voran, wird aber in Anbetracht der Infizierten und dem fortschreiten der Erkrankung wenig nützen.


ISIS – Bundeswehr bildet Gegenwehr aus!


Das Bundeskabinett hat eine Ausbildungsmission beschlossen durch die kurdische Kämpfer von bis zu 100 Bundeswehrsoldaten für den Kampf gegen ISIS ausgebildet werden sollen. Das Problem ist momentan noch das die Anti-IS-Koalition nicht durch ein Mandat der NATO oder der UN bestätigt wurde.

Rechtlich gesehen dürfte Deutschland nur eingreifen wenn die Dachorganisation ein solches eingreifen bewilligt. Im letzten Irak-Krieg hat sich die damalige Bundesregierung unter anderem herausgehalten weil es kein gültiges UN-Mandat gab und die USA und ihre Koalition der Willigen ohne rechtliche Grundlage in einen souveränen Staat eingefallen sind. Wobei es jetzt aber nicht um einen Kampfeinsatz geht sondern nur um die Ausbildung kurdischer Kämpfer – das ist auch ein weiterer komplizierter Punkt: Werden damit andere potenzielle Terroristen unterstützt?

LINKEN Chef Gregor Gysi merkte bereits an das die Bundesregierung sich auf keine Grundlage berufen könne diesen Einsatz durchzuführen.

Meine Meinung: Rechtlich mag das nicht einwandfrei sein, und wahrscheinlich ist es auch auf lange Sicht gesehen nicht besonders klug eine Gruppe mit Waffen und Training zu stärken, aber kurzfristig könnte das den Konflikt beenden, durch den mehr als 4 Millionen Menschen ihre Heimat verloren haben – wir dürfen nur nicht vergessen das wir in der Nachkriegszeit ebenfalls unsere Aufgaben wahrnehmen müssen - und zwar mit mehr Verstand und Leidenschaft als in Afghanistan.


Die Große Koalition... hat fertig.


Nach gerade einmal 2 Jahren hat die GroKo alle ihre Themen abgefrühstückt. Die Maut ist jetzt nahezu durch, die Frauenquote steht, TTIP wird unter Garantie kommen und die Schwarze Null ist unumstößlich. Jetzt können sich Merkel und Gabriel in ihrem Glanze sonnen und darauf warten das sie ohne etwas sinnvolles für die Zukunft geleistet zu haben wiedergewählt werden. 

Das neue Rentenpaket, mit dem die CDU die Stimmen der Alten gesammelt hat wird 10 Milliarden Euro im Jahr kosten. Niemand würde den Rentner absprechen das sie einen ordentlichen Lebensabend verdient haben, aber ist es sinnvoll dafür auf die Bildung des Nachwuchses zu verzichten? Der Bildungsetat beträgt momentan lächerliche 5,3 % des Bruttoinlandsproduktes und wird über kurz oder lang zu einem Fachkräftemangel führen gegen den der derzeitige Mangel nur ein laues Lüftchen sein wird. Das Bildung der einzige Grund ist das eine Dienstleisternation wie Deutschland existieren kann scheint Merkel und Co. Kg irgendwie entgangen zu sein.

Auf dem Bildungsgipfel 2008 hatten sich Bund und Länder darauf geeinigt bis zum Jahr 2015 die Bildungsaufgaben auf 10% zu erhöhen. Das könnte knapp werden wenn man bedenkt das der Bildungsetat von 1995 bis 2009 gerade einmal von 5,1% auf 5,3% gestiegen ist...

Was könnte man also alles tun? Könnte man eventuell wieder mehr Geld in die Bildung und die Jugend investieren? Das angeschlagene Pflege- und Krankensystem erneuern? Die Kinderarmut bekämpfen? Die Flüchtlinge ordentlich unterbringen und zu Mitgliedern der Gesellschaft machen? Oder vielleicht unseren Jungs und Mädels in Übersee neues Material kaufen damit sie nicht wegen defektem Gerät umkommen? 

Merkt ihr was? Das sind alles Themen die sich erst in Jahren oder Jahrzehnten bemerkbar machen würden - also in der Zeit in der die Generation der 80er und 90er im mittleren Alter sein wird und mit den Folgen dieser Versäumnisse zu kämpfen haben wird. Warum gehen wir dann nicht wählen und schaffen diese konservative Politik ab?

Das Kabinett der Merkel wird sicherlich nichts davon auch nur im Ansatz verfolgen. Warum? Weil das Konzept der CDU/CSU immer dasselbe ist: Es wird nichts verbessert, was die Schwarze Null gefährden könnte und nichts verändert, was erst in mehren Jahren messbar wäre und vor allem soll sich möglichst wenig verändern damit die betagten Wähler nicht verwirrt werden. Wie wäre es also wenn die über 18 einfach mal wählen gehen - am Ende sind die die nicht wählen genauso schuld wie diejenigen die wählen. 


Zwischenspiel: Maut


Folgendes wird wohl passieren: Die Maut wird Aufgrund der Tatsache das am Ende nur die ausländischen Fahrzeugführer belangt werden und die Deutschen bei der Kfz-Steuer wieder entlastet werden von der EU angefochten. Darauf hin erfolgt eine Stellungnahme der CDU in der der EU die Schuld am scheitern der einseitigen Maut gegeben wird und am Ende werden auch die Deutschen Autofahrer einen gewissen Beitrag leisten müssen. Nur mal so ein Gedankenspiel.




Meine Meinung zur Politik der CDU sollte langsam bekannt sein. Was sagt ihr dazu? 

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Mittwoch, 17. Dezember 2014

Mit Angst und Hass...Teil 2: Die Unwissenden und Naiven - Faktenflut!



Vorwort und Erklärungen


Ja, es geht noch weiter. Momentan ist noch eine Menge anderer Kram passiert, das ist mir klar. Aber wir sind momentan hierzulande irgendwie in eine Sackgasse geraten die vor allem aus der Geisteshaltung einiger weniger erwachsen ist - diese Leute schauen nämlich nur gegen die Wand dieser Sackgasse und fahren mit mit Vollgas dagegen anstatt herum zu fahren oder darüber zu steigen. Das war übrigens eine Metapher.

Das innenpolitische Klima in Deutschland könnte man momentan als eher... stürmisch bezeichnen. Aus Angst vor einer "Islamisierung" gingen in Dresden 15.000 Menschen auf die Straße. Ich werde die Fakten die gegen diesen Blödsinn sprechen jetzt nicht noch einmal wiederholen. Schaut euch dazu den Artikel vom 10.12 an. Die Ereignisse in Sydney und Pakistan werden sicherlich auch noch dazu genutzt werden gegen Einwanderer zu hetzen. Mit Toten kann man gut auf Stimmenfang gehen und das macht die Salafisten automatisch noch gefährlicher, realistische Gründe gibt es dafür aber irgendwie nicht.Aber dazu kommen wir gleich.

Heute geht es erst einmal nicht um die "bürgerlichen Patrioten" oder die Rechten Demos sondern vor allem um die Gegendemonstrationen und die Tatsache, das die Rechten gerade im Osten mal wieder im Aufwind sind.


Gegen die Gegen-Einwanderer, Ausländer, Muslime-Bewegungen (aka "Anti-"Islamisierungs-Demos")


Im Osten scheint es wie gehabt immer noch am einfachsten zu sein auf die altbekannten Anti-Ausländer-Parolen zu setzen. Merkwürdig eigentlich, schließlich leben in Ostdeutschland (ausgenommen Berlin) die wenigstens Einwanderer wobei Sachsen mit 2,2% noch die meisten beherbergt. Ernsthaft jetzt?

Um das ganze mal zu differenzieren. In Hamburg beträgt der Ausländeranteil über 13%, hier kamen zu einer Demonstration der NPD gegen ein Flüchtlingsheim ganze 19 Rechte zusammen - und standen 450 Gegendemonstranten gegenüber. Dasselbe geschah in Farmsen, hier kamen immerhin 40 Rechte und standen 350 Gegendemonstranten gegenüber. Die Hooligan-Demos in Hamburg und Berlin (12,6% Ausländeranteil) wurden abgesagt.

Am 15. wurden 300 Pegida Demonstranten in Bonn von 1.600 Gegendemonstranten friedlich am weiterkommen gehindert. Gekommen waren viele junge Leute, Studenten, Familien mit Kindern und Rentner, sie schwenkten bunten Fahnen und Musik wurde gespielt. Inzwischen warten die Bürger in den Gemeinden mit Flüchtlingsunterkünften nicht mehr auf Hilfen der Regierung. Ehrenamtliche organisieren Sprachkurse mit den Neuankömmlingen die in von den Gemeinden bereitgestellten Räumlichkeiten in Schulen und Bibliotheken stattfinden.

Die Gegendemos waren im Westen durchgehend besser besucht als die der "bürgerlichen Patrioten" mit ihrer Angst vor der bösen Islamisierung.


Angst und Hass? Gegen WEN denn überhaupt??


Kann mir irgend jemand erklären warum Menschen, die tendenziell am wenigsten mit Ausländern zu tun haben so eine Panik vor eben diesen schieben? Liegt es an den Salafisten in Deutschland? (Von denen auch kaum einer im Osten lebt). Der Verfassungsschutz geht von 6300-7000 Salafisten aus. Das sind 0,00008% der Bevölkerung. Wollen diese Pegida-Leute mir ernsthaft erzählen das sie Angst vor diesen Leuten haben? Oder doch eher vor den 4-5% Muslimen in Deutschland - diese Zahl ist übrigens in den letzten 40 Jahren nahezu gleich geblieben. Korrigiert mich, aber bedeutet eine Islamisierung nicht das nach und nach immer mehr Muslime in unser schönes homogenes Fantasien kommen müssten.

Der schwerste religiöse Anschlag der letzten 4 Jahre in Europa wurde durch den christlich-rechten Extremisten  Anders Behring Breivik in Norwegen verübt. Dabei starben insgesamt 77 Menschen. Momentan mache ich mir mehr Sorgen um "Patrioten" oder rechte verblendete Spinner als um einen salafistischen Anschlag von religiös verblendeten Spinnern.


Über den Nutzen von Toten und den Willen zur Freiheit


Wo wir gerade bei Spinnern sind: Die AfD nutzt jetzt aktuell die Tat eines Einzelnen in Sydney aus, um erneut gegen Einwanderer und für Pegida zu argumentieren. Ergibt es Sinn von Einzeltätern auf ganze Gruppen zu schließen? Klar, so lange es sich nur um Ausländer handelt - da kann man wenigstens ein paar Stimmen von Leuten fangen die ohnehin nicht vorhaben großartig nachzudenken. Das wäre in etwa so als würde man bei einem einzelnen ausländerfeindlichen Verbrechen die gesamte deutsche Bevölkerung als Nazis bezeichnen. Konsequenterweise müsste die AfD diese Tatsache auch vertreten, ich habe aber irgendwie das Gefühl das dass nicht passieren wird. Der Angriff auf die Schule in Pakistan mit 131 Toten kommt der AfD und anderen populistischen Parteien und Bündnissen aktuell sicher sehr entgehen - ein Signal dafür wie einfach es sein kann aus dem Tod von über 100 Kindern Kapital zu schlagen um ihre eigenen Ansichten und Verschwörungstheorien unter die Leute zu bringen.

Einzeltäter gibt es in allen radikalen Schichten, ob nun Islamist oder Nazi - die tun sich beides nichts, wobei die Rechten in Deutschland weit mehr Gewalttaten begehen als Islamisten - während beide gemeinsam haben das sie mit den Begriffen Demokratie und Religionsfreiheit wenig anfangen können.

Apropos: Auch nach dem Anschlag in Norwegen haben die Wähler und die Regierung entschieden das sie Sicherheit nicht vor die Freiheit und die Menschenrechte stellen werden - daran sollten wir und unsere Politiker sich ein Beispiel nehmen, denn Freiheit bedeutet auch das wir mit der daraus resultierenden geringeren Sicherheit immer das Ziel von Terror werden können. Aber wir sollten uns dadurch nicht unsere Rechte beschneiden lassen oder gar die Freiheit ganzer Bevölkerungsgruppen oder Religionen einschränken nur weil ein paar Idioten radikalen Ideen anhängen und eine Gefahr darstellen könnten. Freiheitliche Rechte für alle, oder unsere Demokratie ist nichts wert. Wer völlige Sicherheit möchte muss nach Nordkorea auswandern, dort herrscht so viel Sicherheit das sogar die eigenen Gedanken eingesperrt werden.





Im Prinzip ist das ganze sehr einfach: Wenn du in einer freien Demokratie leben willst dann musst du auch in Kauf nehmen das es Menschen gibt die dir und der Demokratie schaden wollen und das sie das Aufgrund unserer aller Freiheiten auch schaffen. Aber wenn du Sicherheit vor die Freiheit bestimmter Gruppen stellst hast du das Recht auf selbige Freiheit verspielt.

Eine Demokratie bedeutet das wir auf die Bedürfnisse aller Bewohner und Flüchtlinge eingehen müssen - neben den vielen, vielen Rechten die uns zum Beispiel die Meinungsfreiheit bietet, haben wir auch die Pflicht andere zu ertragen wenn sie anders sind als wir. Wenn ihr aber auf Meinungs- und Pressefreiheit, Reisefreiheit, das Demonstrationsrecht, das Wahlrecht und das Widerstandsrecht verzichten wollt, dann wäre die CDU/CSU sicher gerne gewillt das auch umzusetzen.

Man kann in einer Demokratie nicht nur einer Gruppe die Rechte absprechen, das ist politisch und gesellschaftlich nicht möglich und würde durch Aktionen aller beteiligter Seiten zu weiteren Verboten führen. Meinetwegen sollen die Deppen weiter gegen die "Islamisierung" demonstrieren, so lange ich sie weiter fachgerecht auseinander nehmen, entmystifizieren und verarschen darf.

Genauso könnten wir morgen sterben weil ein kleiner Rechter auf die Idee kommt einen Bahnhof zu sprengen, das wäre nach den Erfahrungen der letzten 25 Jahre wahrscheinlicher als durch Salafisten zu schaden zu kommen, also sollen diese Pegida-Leute aufhören so zu tun als wären sie nur gegen Radikale denn das ist eine einfache Lüge. Fertig. Kleinbürgertum und eine eingeschränkte Geisteshaltungen sind die einzigen Waffen dieser Leute - und selbst damit stellen sie sich so verdammt dämlich an das sie bei jedem Interview unheimlich lächerlich rüberkommen. Wohl einer der Gründe warum bei deren aktuellen Demos keiner mit der Presse sprechen sollte. Zum Glück haben das nicht alle mitgekriegt, darum gibt es in den Links unten noch ein bisschen was zu lachen.

Morgen gibt es noch einmal außer Plan einen Flash am Donnerstag über aktuelle Themen aus dem Ausland.


Informiert euch! Hart!                                     Dazu noch ein paar Clips zum lachen und schämen

Verfassungsschutz Islamisten                              Extra3 Interviews mit Pegidas (Youtube)
Ausländeranteile                                                  Heute-Show Interviews mit Degidas (Youtube)       
Pegida Bonn                                                        Aussagen der Demonstranten (Spiegel.de)           
AfD, Pegida, Sydney

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Mittwoch, 10. Dezember 2014

Zeit der Extremisten! Mit Hass und Angst auf Stimmenfang!



Erstmal...

Hallo Freunde, dieses Wochenende wird es keine Flashs am Freitag und Sonntag geben da ich mir ein wenig Urlaub genehmigen werde. Nächste Woche gehts dann normal weiter!



Vorwort und Sarkasmus gegen Hass


Das Wetter wird schlechter, es regnet, es schneit, die Stimmung geht langsam in den Keller und jetzt klopfen auch noch Milliarden von Flüchtlingen an unsere Tür, wollen Moscheen bauen und  die westliche Welt in ein paar Jahren islamisieren! Wir werden alle in 20 Jahren Kopftücher tragen, ja auch die Kerle! Unsere Kinder werden den Koran auswendig kennen und die deutsche Leitkultur, also dieses Ding von dem keiner Ahnung hat was es sein soll, wird untergehen! Wappnet euch, PEDIGA und DÜGIDA sind hier um euch vor der Invasion der gefährlichen Islamisten zu schützen.

Flüchtlinge mögen wir aber irgendwie auch nicht... erst recht keine Schwarzen... da laufen auch so ein paar Rechte bei uns mit... nein, eine Assimilierung würde nicht Jahrhunderte dauern, es könnte schon morgen so weit sein, genau! Morgen! Übrigens, wir sind nicht ausländerfeindlich oder so, wir können sie einfach nur nicht leiden weil... die sind doch eh an allem schuld!

Es ist mal wieder soweit. Wie in den frühen 90ern hat Deutschland mit einem erneuten Flüchtlingsstrom zu kämpfen. Währenddessen marschiert eine überschaubare Zahl islamischer Fanatiker über deutsche Straßen die jetzt endlich die Aufmerksamkeit bekommen die sie eigentlich nicht verdient haben. Zugleich scheint die Welt mal wieder aus den Angeln gehoben zu werden und die Bürger des Westens reagieren wie jedesmal: Wir suchen uns einfach einen Sündenbock,
vermengen das etwas mit der Angst überrannt zu werden, dazu ein wenig Ausländerkriminalität und schon hat man die geistig herausgeforderten der bürgerlichen Mitte auf seiner Seite - naja, und die Rechten die sich nicht dazu in der Lage sehen Bewerbungen für die 30.000 offenen Stellen in Handwerk, Hotelgewerbe und Gastronomie zu schreiben und stattdessen die schuld bei anderen suchen. Anscheinend reicht das Arbeitslosengeld ja aus.

Da man... gewisse Individuen... am besten entkräften kann indem man Zahlen vorlegt hier mal ein paar Arschtritte aus der "Realität".


Wir werden überrannt! Ey! Ne?


Deutschland und Schweden erreichten zusammen bis Juli diesen Jahres 135.000 Anträge auf Asyl, das sind mehr Anträge als in allen anderen Staaten zusammen. Prozentual an der Zahl der Bevölkerung gerechnet nehmen Schweden, Malta, die Niederlande und Zypern die meisten Flüchtlinge auf - so viel dann zum überrannt werden. Die Zahl der gewährten Asylanträge ist im Vergleich mit der Bevölkerungszahl in Deutschland sehr gering. Trotzdem muss man dazu erwähnen das das Flüchtlingshilfswerk der UN bekannt gab das es heute so viele Flüchtlinge gibt wie zuletzt im 2. Weltkrieg. Über 50 Millionen sind auf der Flucht vor Verfolgung, Krieg, Hunger und Dürren.

Natürlich werden wir noch mehr Menschen aufnehmen müssen, da wird kein Weg dran vorbei führen und je eher wir die jetzige Situation als Generalprobe betrachten und uns darauf vorbereiten, desto schneller und günstiger können die Flüchtlinge untergebracht werden. Mal davon abgesehen. In Deutschland liegt der Ausländeranteil bei lächerlichen 8,8%, wer sich darüber ereifert hat offensichtlich Minderwertigkeitskomplexe oder braucht Aufmerksamkeit.
Wer sich den Job von einem Einwanderer wegnehmen lässt der ja nach den Worten der Radikalen weder deutsch sprechen, lesen oder schreiben kann muss schon ziemlich dämlich sein und hat das auch nicht anders verdient - und ist selber schuld dran,
Abschotten bringt nichts, selbst wenn die AfD und der rechte Flügel der CDU das gerne anders sehen. Jedes Reich das sich je abgeschottet hat ist aufgrund dessen zu Grunde gegangen.

Geschichte, da können sie noch was lernen . glaube ich, ich kenn sie ja nicht.


Islamisierung! Schon morgen! Ernsthaft jetzt?


Genau, Geschichte, da können sie was lernen. Ihr gehört bestimmt zu den Menschen die mitdenken können, sonst hättet ihr nicht bis hierher mitgelesen. Prinzipiell ist unsere Gesellschaft ja sehr bunt, also im Fernsehen jedenfalls. Aber sobald irgendwelche Leute anfangen öffentlich Moscheen zu bauen ist bei vielen die Grenze erreicht.

Bei mir nicht. Wieso? Die Moscheen gab es bereits als die ersten Gastarbeiter aus der Türkei sich hier nieder gelassen haben. Nur waren das damals irgendwelche Hinterhofmoscheen, wovon es eine ganze Menge gab. Die Zahl der unüberschaubaren und unkontrollierbaren Gotteshäuser nimmt ab und dafür tritt der Islam immer mehr in den Öffentlichkeit. Falls das noch nicht aus dem Kontext des Satzes hervorgeht: Das ist gut.

Damit treten sie aus dem Halbschatten und werden ein Teil der Öffentlichkeit und werden auch genauso wie andere offizielle Religionsgemeinschaften behandelt - und stehen auch dementsprechend unter Beobachtung.
Wo genau ist da das Problem? Und nein, wir sind KEIN christlicher Staat, wir sind eine Parlamentarische Demokratie. Wir sind ein säkularer Staat der Kirche und Politik trennt. Wenn eure religiösen Gefühle wegen der Moscheen weh tun dann müsst ihr euch ein Land suchen in dem alles außer dem Christentum verboten ist, genauso wie irgendwelche radikale Salafisten hier nicht hergehören die Klage einreichen weil sich Satiriker über deren Glauben lustig machen. Freiheit heißt auch das andere die Freiheit besitzen einen zu veräppeln. So etwas nennt man Gleichberechtigung und ist einer der verdammten Grundpfeiler unserer Gesellschaft!

Demokratie ist Freiheit, Freiheit ist Toleranz und Toleranz kommt aus dem lateinischen und bedeutet so viel wie "AUSHALTEN". Keiner verlangt  das man die Moscheen oder den Islam toll findet, aber eine Demokratie funktioniert nicht nach dem Ego-Prinzip sondern nach gleichem Recht für alle.

Weiter im Text. Es ist bewundernswert wie viel Zeit und Geld die Medien darauf verschwenden irgendwelche radikale Islamisten mit ihren fünf Anhängern ins Rampenlicht zu rücken. Noch bewundernswerter... nein, das ist das falsche Wort... dämlicher ist es da auf eine Islamisierung zu schließen. Vor allem wenn Leute wie  Alexander Heumann und sein holländischer Anfacher  die Dügida-Teilnehmer mit falschen Zahlen und Fakten anheizt. Wo wir gerade bei den Fakten sind, Gerade einmal 4% der Bevölkerung gehören dem Islam an - und das nach bald 55 Jahren Einwanderung... aber die sind ja überall, also passt besser auf!

 Wenn man sich die letzten Demos der Dügida, Dagida blablbla und der Hooligans anschaut dann sind offensichtlich eher die Deutschen ein Problem für die Sicherheit in Deutschland. Sowohl aus der rechten Ecke als auch aus der linken.

Und zum Abschluss noch mal ein wenig Geschichtswissen: Das germanische Kerngebiet ist seit 2.000 Jahren Einwanderungsland. Und auch wenn es für einige schwer zu glauben ist, auch viele Muslime haben sich in den deutsch kontrollierten Ländereien niedergelassen als die Völkerwanderungen begannen, als die Menschen aus dem Balkan und Asien bei uns Zuflucht suchten und als der kulturelle Austausch zwischen dem Abend- und dem Morgenland begann. Und jetzt kommt das erstaunliche! Wir sind immer noch da! Irgendwie scheinen wir es geschafft zu haben die riesigen orientalischen Horden aufzunehmen. Aber das dauerte ein paar Jahrhunderte.

Es gab und gibt immer verschiedene neue Gruppen die in ein funktionierendes Staatsgebilde eingegliedert werden müssen, als wäre Deutschland jemals so etwas wie homogen gewesen, das ist Aberglaube und völliger Schwachsinn. Ohne die vielen Einwanderer hätten wir viele Erfindungen und kulturelle Errungenschaften nie erreicht, das sind Tatsachen. Tatsache ist auch das unsere heutige Zeit sich nicht sehr von den vorherigen Jahrhunderten unterscheidet, so das wir ohne Probleme aus der Vergangenheit lernen könnten  und uns vielleicht bewusst werden das Integration, Emanzipation und Assimilation Dinge sind die über Jahrhunderte geschehen und am Ende weiß eigentlich niemand mehr wer wen integriert hat.


Ausländerkriminalität - Schlagwort... auf den Kopf


Ja, gemessen an der Zahl der Ausländer begehen sie prozentuell sehr viele Straftaten. Das sind nun einmal Tatsachen denen man sich stellen muss. Als Beispiel sei hier einmal Körperverletzung erwähnt: Von 159.512 Straftaten wurden 38.128, das sind 23,9 % von Ausländer begangen (die Statistiken unterscheiden dort nicht zwischen Ausländern mit oder ohne deutschem Pass), obwohl sie nur 8,8% der Bevölkerung stellen. Der Durchschnittstäter ist meist zwischen 14-17 Jahre alt und männlich. Das ist in diesem Alter relativ normal, insgesamt wurden 26,2 % aller Straftaten von unter 21-jährigen verübt. Dazu kommt in dieser Altersgruppe, egal ob Deutscher oder nicht, die Tatsache das viele Täter aus sozial schwachen und bildungsfernen Familien stammen.

 Das der Anteil der ausländischen Jugendlichen in diesem sozialen Umfeld höher ist braucht man auch niemandem mehr erklären. Warum das so ist und was zu diesem Verhalten führt ist ein ewiges Streitthema, aber letztendlich sind viele Institutionen schuld an dem Verhalten einiger (ausländischer) Jugendlicher: Familie, Schule, Arbeitswelt, soziales Umfeld und staatliche Versäumnisse - wobei der Staat und die Familie die Hauptschuld zu tragen haben da sie die anderen Punkte negativ beeinflussen. Aber warum soll man Lösungen suchen wenn es viel einfacher ist die Betroffenen zu hassen.




Der Mensch hasst schnell und vergibt langsam. Und lässt sich nur zu leicht von einfachen und schnell zu widerlegenden Sprüchen auf Plakaten beeinflussen. Hat es etwas mit Psychologie zu tun das manche Menschen lieber einfach glauben was man ihnen erzählt ohne sich selber darüber zu informieren? Es macht die Sache sicherlich einfacher, da die Zusammenhänge im Endeffekt sehr komplex zu sein scheinen und man am Ende nicht einer einzelnen Gruppe die schuld zuweisen könnte.

Das Problem ist das viele Menschen nicht in der Lage sind ihren Horizont dahingehend zu erweitern das unsere Geschichte weiter zurückreicht als ein Menschenleben und gesellschaftliche und soziale Entwicklungen immer Zeit brauchen und sicherlich nicht innerhalb einer Generation gelöst werden können. Frauen kämpften seit Anfang des 20. Jahrhunderts um Anerkennung und das Wahlrecht - das dauerte fast 100 Jahre bis es auch in den Köpfen der größten Machos angekommen ist. Die Frauenquote ist übrigens Mist. Alleine die Einigung der deutschen Kerngebiete zu einem Land dauerte fast 1500 Jahre - ich meine - HALLO?
So lange brauchten wir um uns als ein Volk zu betrachten obwohl wir dieselbe Sprache sprechen! Die Einwanderer heute werden sich auch irgendwann anpassen und wir uns ihnen - das ist zuvor geschehen und wird wieder geschehen.


Und jetzt mal eine Frage am Rande: Würdet ihr zusätzlich lieber noch über die anderen aktuellen Themen informiert werden die gerade nicht mehr sonderlich in den Medien vertreten sind wie die Ebola-Krise, ISIS oder die Hong-Kong-Proteste oder sind euch die Einzelthemen über etwas aktuelles lieber?

Informiert euch! Hart!


Links

Statistiken Straftaten

Flüchtlinge in Deutschland

Flüchtlinge weltweit UNO

Jugendkriminalität

Demonstration in Dresden




Sonntag, 7. Dezember 2014

AfD und Russland gemeinsam! Eine Mauer um Europa!




Die AfD und Russland: Es kommt zusammen was zusammen gehört


Die AfD läst sich ab jetzt von russischen Diplomaten in politischen Themen beraten. AfD-Führer Gauland wolle damit auch weiterhin fortfahren.  "Es spricht nichts gegen einen regelmäßigen konstruktiven Austausch mit den Russen", zitiert ihn das Nachrichtenmagazin.

Stimmt, wenn man bedenkt in wie vielen Grundsätzen die AfD mit den konservativ, radikalen Kräften Russlands in Einklag steht ist das mal eine erfrischend offene Antwort. Schließlich haben beide so ihre Probleme mit Homosexuellen, Einwanderern und dem Klimawandel. Homosexuelle ohne strafrechtliche Konsequenzen auf offener Strasse zusammenschlagen? Geile Idee, da "spricht nichts gegen".

Russland unterhält seit Jahren Kontakte zu vielen rechtspopulistische, rechtsradikalen und faschistischen Parteien in Europa, da durfte die AfD ja nicht lange auf sich warten lassen.
Das die AfD-Mitglieder in keinster Weise wissen in welche Richtung sie gehen wollen sieht man an den Parteitagen. Die große Mehrheit der Anwesenden stimmt für einen russlandfreundlichen Kurs, während  AfD-Chef Bernd Lucke und 3 weitere Abgeordnete im EU-Parlament den Antrag auf weitere Sanktionen gegen Russland begrüssten.

Warum steht ein Großteil der Mitglieder der AfD auf die putinsche Politik? Sie ist strickt, sie schürt die Angst vor "Andersartigen" und Ausländern und schränkt die Meinungs- und Pressefreiheit ein.  Man könnte jetzt natürlich argumentieren das ehemalige NPD und DVU Anhänger derAfD beigetreten sind und diese Art der Politik feiern würden, aber laut der Parteispitze wären sie ja eine "Partei des gesunden Menschenverstands" und in keinster Weise rechtsgerichtet. Anscheinend habe ich da das Parteiprogramm falsch gelesen - aber bei so vielen Halbwahrheiten und Widersprüchen darin kann man sich ja mal vertun.


Bauen wir eine Mauer! In Afrika!


Im Prinzip gehts mit den radikalen Parteien weiter. Die dürften sich über die neuen EU-Pläne ein Loch in den Bauch freuen.

Um den Asylsuchenden aus Afrika zu helfen und die schwere, lebensbedrohliche Überfahrt über das Mittelmeer zu vermeiden bauen wir bald einfach Auffanglager und Mauern direkt an der nordafrikanischen Küste. Die EU-Staaten diskutieren derzeit über solche Anlaufstellen für Flüchtlinge auf dem afrikanischen Kontinent. Bereits dort soll die Entscheidung fallen, wer legal nach Europa kommen darf und wer in seine Heimat zurückkehren muss.

Klingt jetzt gar nicht so verkehrt, ein solches Beispiel hatte ich bereits einmal beschrieben. Anlaufstellen in Afrika und direkte Antragsbearbeitung. So könnte man die Zahl der Ertrunkenen reduzieren, denn die dürfte stetig ansteigen da die EU die Flüchtlingsrettungsmission im Mittelmeer stark eingeschränkt hat. Mit diesem Projekt könnte man auch den zahlreichen Schlepperbanden die Geschäftsgrundlage entziehen die dafür bekannt sind Frauen und Mädchen nach Ankunft in Europa an Bordelle zu verkaufen.

Probleme gibts es aber zu Haufe. Zum einen gibt es in den nordafrikanischen Staaten seit dem Arabischen Frühling immer wieder Konflikte, in Libyen steht die ISIS vor der Tür. Es gibt keine rechtsstaatlichen Garantien für die Prüfung der Asylanträge. Wer übernimmt die Kontrolle der Lager wenn keine intakte Regierung vorhanden ist? Und wenn doch, wie werden die Zustände dort sein wenn selbst in Europa die Flüchtlingslager überquellen und alles andere als menschenwürdig sind?

Ist das ganze Hilfsprojekt vielleicht eher ein politischer Winkelzug der die Flüchtlinge einfach nur fernhalten soll? Aus den Augen aus dem Sinn, wie man so schön sagt. Wenn diese Lager voll sind oder sich herumspricht, das man dort noch weniger Chancen auf einen Asylantrag hat geht die Reise wie bisher weiter über das Mittelmeer.

Das große Problem bleibt aber weiterhin, sollte so ein Projekt sinnvoll und menschenwürdig umgesetzt werden, wer die Flüchtlinge aufnimmt oder wer die Gelder und Infrastruktur aufbringt. Deutschland bekommt ja schon nicht gebacken lächerliche 10.000 Flüchtlinge ordentlich unter zu bringen während die... geistig herausgeforderten... Bürger aus Angst vor dieser gewaltigen Flut an Menschen Panik schieben und der Hass auf Fremde wieder zunimmt.





Beide Themen kommen eigentlich zu einem Ergebnis zusammen. Europa schottet sich ab und wird immer rechtsorientierter. Das Menschen nicht in der Lage dazu sind zu sehen das Abschottung und Angst eher zum Untergang von Reichen führt zeigt wie wenig sie sich mit der Vergangenheit beschäftigen. Jedes Reich das sich bisher abgeschottet hat ist von außen oder von innen heraus zu Grunde gegangen weil die gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Errungenschaften verloren gingen. Aber erzählt das mal einem AfD oder NPD Anhänger, deren Geschichtswissen reicht offenbar gerade so bis zum Mauerfall - also den mit den Duracell Lampen vor 3 Monaten.


Informiert euch! Hart!


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