Mittwoch, 22. Oktober 2014

Über eine Weltordnung die keine ist, kubanische Hilfe gegen Ebola und Falschlieferungen

Über eine Weltordnung die keine ist, kubanische Hilfe gegen Ebola und Falschlieferungen



Waffenlieferungen für die Kurden, neue Aufgaben! PS: ISIS dankt.


Die Waffenlieferungen haben begonnen. Die Kurden werden nun aktiv aus der Luft mit Nachschub versorgt. Hier und da scheint die Präzision aber ein wenig zu versagen.
Eins von den 27 abgeworfenen Waffenbündel für die belagerten Kurden in Kobane ist verloren gegangen.

Natürlich ist das im Schnitt trotzdem ein recht gutes Resultat und wir Deutschen sollten uns darüber jetzt nicht aufregen, schließlich halten wir uns konsequent aus allen gefährlichen Angelegenheiten raus - und lassen einen Islamisten trotz Fußfessel mal kurz ins Krisengebiet reisen. Immerhin hat er sich bei den deutschen Behörden für alles bedankt. Immerhin konnten drei US-Teenager daran gehindert werden über Deutschland in die Krisenregion zu gelangen um sich dort einer Terrorgruppe anzuschließen - das FBI hat die drei Mädchen inzwischen wieder nach Hause gebracht.

Das Waffenbündel scheint der ISIS in die Hände gefallen zu sein, denn wie alle Superschurken mit Minderwertigkeitskomplexen stellten deren Kämpfer ein Video ins Netz in dem offenbar die fehlenden Waffen zu sehen sind. Das dass jetzt nichts an der derzeitigen Situation ändern wird liegt daran das die ISIS bereits über hochmoderne Waffen verfügt und dazu noch einiges an militärischem Gerät von der irakischen Armee erbeuten konnte. Auch fließen weiterhin Gelder von Privatpersonen an die Terroristen.
In Kobane haben die Luftangriffe inzwischen Wirkung gezeigt und hat die ISIS zurück geworfen, dafür befindet sich die Stadt Scherfedin im Sindschar-Gebirge unter schwerem Beschuss. Scherfedin ist die letzte Stadt in der Region die sich noch gegen ISIS behaupten konnte. Durch die Konzentration auf Kobane, der wichtigsten Stellung in Nordsyrien, seien Luftangriffe hier ausgesetzt worden und die Kurden lieferten keinen Nachschub. Hier sind auch 5 deutsche Jesiden im Einsatz gegen das Terrorregime und übermitteln laufend neue Berichte über den Zustand der Stadt. Immerhin ein Zeichen dafür, das es auch genug Menschen gibt die nicht nur dorthin gehen um Massenmörder zu spielen.


Neue neue Weltordnung


Die Münchner Sicherheitskonferenz in Indien kam aktuell zu dem Schluß das es, um die Wirren und Konflikte der Globalisierung zu lösen, eine neue Weltordnung geben müsse. Momentan sind die meisten Staaten dabei, mit offenen Augen gegen eine Wand zu laufen, da sie sich weigern, Neuerungen durchzusetzen und auf alte Verhaltensweisen bauen. Aber wie kommt das? In den demokratischen Staaten sind Politiker, die Anstrengungen und Veränderungen verlangen - egal wie durchdacht und hilfreich sie sein könnten - nicht sonderlich beliebt bei den Wählern. Jedenfalls bei denen die wählen gehen.
Die Altersgrenze der Wahlteilnehmer liegt verdammt hoch und die jüngeren Generationen, die es wirklich angeht gehen nicht wählen weil sie nicht wissen wem sie ihre Kreuze geben sollen. In Deutschland ist die Lage ziemlich offensichtlich. Seit 25 Jahren regiert eine überalterte SPD/CDU - Verwaltungsspitze ein Land, das sich seit Beginn der 2000er nicht mehr vom Fleck bewegt hat und Themen wie Bildung ignoriert und Kinderarmut nicht einmal in ihren Parteiprogrammen auftauchen lässt. Diese realitätsferne Politik, gepaart mit konservativen Einstellungen schreckt viele junge Menschen ab.
Rund 50 Politiker, Wirtschaftsmanager und Journalisten aus aller Welt diskutieren über ein neues Management System für die Welt. Die Floskeln sind bekannt. "gemeinsames Wahrnehmen" einer Situation und "gemeinsames handeln". Das so etwas nur selten funktioniert zeigt der riesige bürokratische Apparat der UN - oder im kleineren Rahmen - der EU. Die Umwälzungen der letzten Jahre hätten gezeigt das die Nationen immer noch an alten Institutionen und Verfahren festhalten die nach dem Ende des 2. Weltkriegs entstanden sind so das sie für die aktuelle Lage der Welt kaum noch zu gebrauchen sind.
Gerade die Unterteilung in West und Ost, Nord und Süd müsste dringend ersetzt werden durch ein neues Ordnungsprinzip.

"Einen bemerkenswerten Ansatz dafür liefert Thomas P. Barnett, ein amerikanischer Strategieforscher, der die Welt in integrierte, durch die Globalisierung wirtschaftlich und politisch vernetzte Kernstaaten und noch nicht integrierte, wenig bis gar nicht vernetzte Randstaaten aufteilt. Kernstaaten haben ein natürliches Interesse, Konflikte untereinander zu vermeiden, da jeder Beteiligte Nachteile davon hätte. Gleichzeitig sind sie an einer schnellen Integration der Randstaaten sehr interessiert, weil sie dadurch Gefahren und Risiken, die meist aus diesen Ländern kommen, reduzieren. Regionale Bündnisse oder Netzwerke für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Sicherheit sollten diese Entwicklung vorantreiben." Zitat von heute.de

Klingt nach einer guten Idee, meiner Meinung nach setzt Herr Barnett da aber leider zu sehr auf den gesunden Menschenverstand. Im Prinzip existiert die Welt bereits in diesem Stadium, nur leider hat niemand aus den "vernetzten Kernstaaten" die Muße sich um die "Randstaaten" zu kümmern da sich Erfolge erst nach vielen Jahrzehnten zeigen werden und Wähler und Politiker eher auf schnelle Resultate hoffen.


Kuba gegen Ebola


Der Inselstaat Kuba verschaffte sich durch die Entsendung von 165 Ärzten und Krankenschwestern in die von Ebola bedrohten Staaten weltweit großen Respekt. Sogar US-Außenminister Kerry hat inzwischen das Engagement des sozialistischen Inselstaates anerkannt. Das 11 Millionen Einwohner zählende Land wird die medizinischen Kräfte um bis zu 300 weitere Personen aufstocken, heißt es vom 88jährigen Fidel Castro der auch gerne mit nordamerikanischen Medizinern zusammen arbeiten würde um die Bedrohung durch Ebola zu beenden.

Trotz wirtschaftlicher Probleme unterstützte Kuba  Haiti, Venezuela, Bolivien, Zentralamerika und Pakistan nach dem schweren Erdbeben im Jahr 2008. Im Durchschnitt verlangt Kuba 2500 Dollar rp Monat für jede medizinische Kraft die im Ausland arbeitet, das Resultat daraus sind Einnahmen von etwa 2 Milliarden Dollar die dem ewig klammen Staat sehr willkommen sind. Inzwischen wird die Massenausbildung von Ärzten auf Kuba aber auch kritisiert, da deren Qualität abnehme.

Insgesamt ist die Lebenssituation schwierig, allerdings ist die medizinische Versorgung und die schulische Ausbildung im Vergleich zu ähnlichen Nationen sehr gut, inzwischen wurden die Ausreisegenehmigungen gelockert und kritische Regimegegner werden nicht mehr direkt verhaftet, aber weiterhin drangsaliert. Inzwischen wurden die meisten politischen Gefangenen auf Druck der Katholischen Kirche frei gelassen. Werden Castro und sein Bruder altersmild? Was wird mit Kuba geschehen wenn die Legende Castro stirbt?

Es geschieht eine Menge,
Informiert euch auch selbst! Glaubt nicht alles! Bildet eure eigene Meinung! Und das hart!


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