Über Drehverbote im Bundestag, kein Geld mehr für Flüchtlinge und Ebola-Plüschtiere
Drehverbot für die "Heute-Show"
Einer der wenigen Gründe GEZ zu zahlen hat jetzt Hausverbot im Bundestag bekommen. Die Satire-Nachrichtensendung Die Heute-Show wird ab sofort der Zutritt zum Parlament verweigert. Grund dafür ist das Verbot durch den Pressesprecher des Bundestages, Ernst Hebeker. Seiner Meinung nach zeigt die Heute-Show "keine politisch-parlamentarische Berichterstattung". Das Oliver Welke, der Moderator der Sendung, gleich darauf bemerkte, das sogar Bauer sucht Frau im Bundestag drehen durfte zeigt auf wie wackeligem Fundament diese Aussage steht. Die Heute-Show steckt seit 5 Jahren den Finger ganz tief in die Wunden einer überalterten, desinteressierten Demokratie, und deren Politiker, die häufig jeden gesunden Menschenverstand vermissen lassen. Man denke nur an das glorreiche Ziel einer "Schwarzen Null", während Bildung und Infrastruktur völlig vernachlässigt werden.
Ist das ein Schritt in Richtung Zensur? Es gab bereits andere Vorfälle, in denen Blogger und andere Privatpersonen zensiert oder ausgewiesen wurden. Für einen Rechtsstaat sind das peinliche Reaktionen auf die Tatsache, das sich die Menschen doch mehr für Politik interessieren als manchen Politikern lieb ist - vor allem wenn es auf einem Medium passiert, von dem sie ohnehin wenig verstehen. Vorzugsweise versuchen Politiker im Fernsehen so gut wie möglich auszusehen. Sendungen wie Die Heute-Show oder Extra3 zeigen auf satirische Weise die harte Realität - und deswegen lohnt es sich, die Pressefreiheit zu verteidigen.
Wie Oliver Welke am Ende seines Beitrags in Bezug auf Herrn Hebeker anmerkte und dem ich mich nur anschließen kann:"Ja, der freut sich übrigens immer über Fanpost, aber das nur am Rande."
Also hier die E-Mail Adresse des Pressesprecherbüros: pressereferat@bundestag.de!
Er wartet auf Fragen zur Zensur und Pressefreiheit! Bestimmt!
Zu viele Katastrophen, zu wenig Geld
Durch den jahrelangen Bürgerkrieg und die aktuelle ISIS-Krise haben mehr als 3,5 Millionen Menschen ihre Heimat Syrien verlassen. Viele haben Zuflucht in der Türkei, Jordanien und dem Libanon gesucht. Nun hat der Libanon seine Grenzkontrollen verschärft und das nicht ohne Grund. Auf die 4,5 Millionen Einwohner kommen inzwischen mehr als eine Million Flüchtlinge. Das wäre in etwa so als würde Deutschland 20 Millionen Flüchtlinge aufnehmen. Man, ein Glück das wir Frontex haben...
Dadurch entstehen natürlich erhebliche wirtschaftliche Schäden, außerdem leben die Flüchtlinge, trotz vieler dort arbeitender Hilfsorganisationen, in ärmlichsten Verhältnissen und stoßen langsam auf Widerstand seitens der Bevölkerung. Kritiker behaupten die Flüchtlinge würden den Einheimischen die Jobs wegnehmen (Das kennen wir doch irgendwoher), außerdem seien die Krankenhäuser und Schulen inzwischen völlig überfüllt. Die UNHCR hat dazu aufgerufen die Infrastruktur im Libanon durch Spenden zu unterstützen um die Flüchtlinge versorgen zu können.
Allerdings hat die UN bereits bekanntgegeben die Hilfen stark einzuschränken da die Gelder ausgehen. Durch die vielen aktuellen Krisengebiete gerät das Welternährungsprogramm personell wie finanziell an seine Grenzen. Die bei der Geberkonferenz im Januar beschlossenen Hilfen in Höhe von mehreren Milliarden Dollar wurden laut Kuwait nicht komplett überwiesen. Die Türkei wird bald gar keine Hilfen mehr erhalten, obwohl sie sich im September bereit erklärt hatte noch einmal mehr als 1,5 Millionen Flüchtlinge aufzunehmen, im Libanon wird die Hilfe um bis zu 40% reduziert, der Weg nach Syrien bliebt für die Hilfskonvoys weiter gefährlich und wird auch dort stark eingeschränkt.
Die UN geht davon aus in den nächsten Monaten mindestens eine Million Menschen in Guinea, Liberia und Sierra Leone versorgen zu müssen, die Ausbreitung der Ebola-Epidemie bindet immer mehr Kräfte der internationalen Gemeinschaft.
Es ist eine Härteprobe für das was uns in den nächsten Jahrzehnten bevorstehen könnte - und eine Möglichkeit zu lernen wie wir humanitäre Katastrophen verhindern können.
Plüschiges Ebola
Wo wir gerade beim Thema waren und um einen versönlichen Abschluss zu finden hier noch eine plüschige Story aus den USA. "Giant microbes" stellt Plüschtiere in Form von Viren und Bakterien her. Das mag auf den ersten Blick etwas makaber klingen, sollte aber Kindern spielerisch beibringen sich richtig die Hände zu waschen. Das daraus aber ein funktionierendes Geschäft werden kann merkt man wenn man die Website des Unternehmens besucht, denn der Ebola-Virus ist nahezu ausverkauft. Da wirkt jetzt alles ein wenig sarkastisch, wenn man bedenkt das dass Unternehmen auch Krankheiten wie Krebs, Cholera oder die Pest im Angebot hat an der abermillionen Menschen gestorben sind. Und das ist es auch! Inzwischen hat das Unternehmen nach eigenen Angaben zehn Millionen Plüschtiere abgesetzt. Was sagt ihr dazu? Gute Grundlage um die Kinder in das Thema Krankheiten allgemein einzuführen oder im Moment einfach nur geschmacklos?
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Eine Schöne neue Woche wünsche ich euch und vergesst nicht: Informiert euch! Über alles! Hart!
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